Welches mikrofon für livestreaming?

Vom Bluetooth-Headset zum Wireless Funk-Lavalier-Mikro

Ein Vergleich der am besten geeigneten Mikrofone für sauberen und verständlichen Ton in Livestreams, Homevideos, Konferenzen, Tutorials und Trainings.

Durch die Corona-Pandemie und ihre Folgen ist die Bedeutung von Videokonferenzen, Livestreams und selbstproduzierte Videos sprunghaft gestiegen. In der Masse des seither produzierten Contents fällt auf, dass der Ton die größte Herausforderung dabei ist. Handys und Tablets der höheren Preisklasse (z.B. sämtliche Apple-Produkte*)  haben serienmäßig schon hochwertige Mikrofone eingebaut, somit sind professionelle Aufnahmen damit durchaus möglich, sofern die sprechende Person nah genug am Mikro ist. Sobald jedoch ein Abstand von ca. 1,5 Metern überschritten wird – beispielsweise, weil der ganze Körper zu sehen sein soll, Stichwort Trainingvideos – kann man davon ausgehen, dass das Mikrofon zu weit vom Sprechenden entfernt ist. Ein sehr räumlicher, halliger und somit schlechter verständlicher Ton ist die Folge, egal wie hochwertig das Mikrofon ist.

Um auch in solchen Situationen guten Ton aufzuzeichnen, muss das Mikrofon näher an der Schallquelle, also dem Mund der sprechenden Person sein. Hier gibt es verschiedene Optionen.

Die Bluetooth-Variante

Die kostengünstigste und einfachste Variante ist das Bluetooth-Headset, wie es gang und gäbe für das freihändige Telefonieren ist. Dies funktioniert, wenn das Gerät, mit dem das Video aufgezeichnet bzw. gestreamt wird, selbst bluetooth-fähig ist, also z.B. bei einem Mobiltelefon. Man verbindet das Headset per Bluetooth und legt los. Das Problem mit dem räumlichen Klang ist somit gelöst. Nun eröffnen sich aber weitere Fragen: 

– Ist die Qualität des Mikrofons ausreichend?

Wenn Sie iPhone-Nutzer sind und vielleicht sogar die Bluetooth-Earpods von Apple* Ihr eigen nennen, sind Sie hierfür schonmal sehr gut aufgestellt. Diese zeichnen sich, wie schon oben erwähnt, durch brauchbare Mikrofone aus. 

Sollten Sie sich ein anderes Bluetooth-Headset zulegen wollen, lohnt es sich, ein bisschen zu vergleichen*, um ein Exemplar mit gutem Mikro zu finden. Allerdings ist bauartbedingt bei Bluetooth-Earpods (auch bei denen von Apple!) zu beachten, dass die Position des Mikros (quasi direkt am Ohrläppchen) nicht gerade für guten Sprachklang ist – beim guten alten Telefonhörer hielten Sie ja die Sprechmuschel auch nicht ans Ohr.

– Stört das Tragen eines Headsets bei meiner Anwendung? 

Earbuds und Headsets können ungeschickt sein, wenn es sich z.B. um ein Trainingsvideo oder -Livestream handelt. Durch Bewegung können die Ohrstöpsel herausfallen oder das Headset verrutschen. Für derartige Situationen empfiehlt sich ein an der Kleidung angebrachtes Funk-Mikrofon. 

Funk-(Wireless) Mikrofon 

Wenn das Mikrofon am Kopf nicht praktisch anzubringen ist, kann ein Funkmikrofon die Lösung sein. Ein solches kann auch an der Kleidung angeklippt werden. Da es hier eine sehr große Auswahl von Anbietern und Preisklassen gibt, kann die Entscheidung schon mal schwer fallen. Ein preisgünstiges und einfach zu bedienendes Produkt ist das Wireless Go* von Rode:

          

Das Set besteht aus Sender mit eingebautem Mikrofon (an der Kleidung des  Sprechers anzubringen) und Empfänger (wird an die Kamera/den PC angeschlossen). Dieses Mikrofon ist semi-professionell, daher nicht ganz so einfach einzurichten wie ein Bluetooth-Headset, jedoch auch nicht super-kompliziert. Der Empfänger wird per Miniklinkenkabel an der Kamera oder dem Laptop (wenn Mikrofoneingang vorhanden ist) angeschlossen und fertig. Für das Handy braucht man noch ein Adapterkabel wie dieses*, um den Empfänger anzuschließen. Sollte Ihr Handy keinen Kopfhörerausgang haben, ist noch ein zusätzlicher Adapter notwendig, wie bei iPhones der Lightning auf Miniklinke-Adapter*. Als optische Alternative ist das Wireless Go auch in weiß* erhältlich. 

Sollen bei Ihrem Stream oder Video zwei sprechende Personen im Bild sein, empfiehlt sich das neue Wireless Go II Set von Rode*, bei dem zwei Sender und ein Doppelempfänger (für die Kamera oder den PC) dabei sind.

Lavalier-Mikrofon

Ist ein kleineres Mikrofon als das Wireless Go gewünscht, kann dieses auch mit einem externen Mikrofon genutzt werden. Dabei ist das Prozedere genau gleich wie oben, nur wird ein Ansteckmikrofon wie das 

wie das Rode Lavalier Go* am Mikrofoneingang des Wireless-Go-Senders angeschlossen, das nun z.B. am Shirt angeklippt werden kann, wodurch die optische Beeinträchtigung deutlich geringer ausfällt. Der Sender (also das Wireless Go-Kästchen) kann nun außerhalb des Sichtfelds, z.B. am Gürtel am Rücken, wo er nicht sichtbar ist, angebracht werden.

Wir hoffen, unsere Tipps haben Ihnen weitergeholfen. Viel Erfolg bei Ihrem Livestream oder Video!