Mit zunehmender Vinyl-Erfahrung – und zunehmendem Alter – und möglicherweise zunehmendem Kontostand – gehen nicht wenige Plattenliebhaber den Weg in audiophile Gefilde. Sie kaufen sich dann immer bessere Komponenten, um den Musikgenuss zu verfeinern, vom Moving Coil-Tonabnehmer mit Shibata-Schliff-Diamant über die audiophilen Boxenkabel zum High-End-Röhrenverstärker. Der Fantasie – und auch dem Preis – sind hier keine Grenzen gesetzt. Natürlich lässt sich durch jedes kleine solcher Elemente die Klangqualität erhöhen. Doch gibt es auch einfache und günstige Möglichkeiten, dies zu erreichen. 

Heute soll es ums Platten waschen gehen. Eine recht einfache Art, den Vinylklang auf ein neues Level zu hieven. Staub und Verschmutzungen können den Klang massiv beeinträchtigen, und die gute alte Plattenbürste* schafft da nur bedingt Abhilfe. Bei praktisch jeder Platte lässt sich der Klang durch einen Waschgang deutlich verbessern, und zwar nicht nur bei alten, gebrauchten Platten, sondern auch bei neuen, die heute nicht selten verschmutzt oder verschmiert aus dem Presswerk kommen und knistern. 

Nun gibt es auch bei den Plattenwaschmaschinen mittel- bis sehr teure Varianten, die auch alle mehr oder weniger ihr Geld wert sind. Am ganz oberen Ende steht hier ein stolzer vierstelliger Betrag* für den geneigten Kunden. So für 400-500 Euro gibt es auch Einiges* zur Auswahl.

Tipp: Die gute alte Knosti

Zum Einstieg bietet sich jedoch eine günstige und jahrzehntelang erprobte Variante an: Der Knosti-Disco-Antistat*. 

Für weniger als 50 Euro bekommt man hier eine zwar etwas klapprig anmutende, aber top funktionierende manuelle Waschmaschine. Sie besteht aus einer Wanne, in die man die Reinigungsflüssigkeit füllt, einen Drehmechanismus, in den man die Scheiben einspannt, und ein Abtropfgestell. Nach dem Waschvorgang kann man sogar die Flüssigkeit dank des beiliegenden Filters zurück in die Flasche füllen und später wieder verwenden.

Das Ergebnis: Besser als gedacht! Manch verloren geglaubter Platte lässt sich so neues Leben einhauchen, der Genuss steigt spürbar, und – auch nicht zu unterschätzen: Man verbringt quality time mit den geliebten Scheibchen. 

Fazit: Man sollte keine Wunder erwarten, aber das oft präsente Knistern lässt sich bei vielen Platten praktisch komplett beseitigen, was zu höherer Dynamik und einem deutlich verbesserten Hörerlebnis führt.